
Psychotherapie mit Hund in Wiener Neustadt - wenn Beziehung spürbar wird
Wie meine zwei Huskies psychotherapeutische Prozesse unterstützen können.
Manche Dinge lassen sich nicht nur „verstehen“, sondern müssen erlebt werden: Sicherheit, Vertrauen, Nähe, Grenzen, Selbstwert. Genau hier können tiergestützte Interventionen innerhalb der Psychotherapie besonders unterstützend sein.
In meiner Praxis arbeite ich – je nach Thema, Zielsetzung und individueller Passung – mit meinen zwei Huskies. Sie sind keine „Werkzeuge“, sondern lebendige Beziehungspartner, die durch ihr Wesen häufig dort Wirkung entfalten, wo Worte allein nicht ausreichen.
Tiergestützte Interventionen ersetzen keine Psychotherapie – sie können psychotherapeutische Prozesse jedoch auf besondere Weise vertiefen.
Was bedeutet Psychotherapie mit Hund überhaupt?
Hunde nehmen Menschen anders wahr als wir selbst: unmittelbarer, wertfrei, präsent. Sie reagieren auf Körpersprache, Anspannung, Stimmung und Kontaktangebote – oft sehr feinfühlig.
In psychotherapeutischen Sitzungen kann das bedeuten:
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Emotionen werden schneller spürbar
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innere Anspannung kann leichter reguliert werden
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Vertrauen entsteht auf einer nonverbalen Ebene
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Nähe und Distanz können „im Moment“ erfahrbar werden
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Selbstwirksamkeit wird praktisch erlebt
Gerade für Menschen, die viel im Kopf sind, stark kontrollieren oder sich schwer tun, Gefühle zuzulassen, kann ein Hund ein natürlicher „Türöffner“ im psychotherapeutischen Prozess sein.
Wie Hunde in meiner Psychotherapie eingesetzt werden
Ob und wie meine Huskies in einer Sitzung dabei sind, wird immer individuell entschieden. Es gibt keine Standardabläufe – sondern eine psychotherapeutische Passung.
Mögliche Einsatzbereiche sind z.B.:
Stabilisierung und Stressregulation
Viele Menschen erleben im Alltag dauerhafte Anspannung, Grübeln oder Überforderung. Ein Hund wirkt häufig als natürlicher Co-Regulator: durch Präsenz, Rhythmus, Nähe, Atmung und beruhigende Interaktion.
Das kann psychotherapeutisch unterstützen bei:
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innerer Unruhe
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Nervosität und Übersteuerung
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emotionaler Erschöpfung
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psychosomatischen Spannungszuständen
Förderung von Achtsamkeit und Präsenz
Hunde leben im Moment. Das kann eine Einladung sein, wieder mehr ins Hier und Jetzt zu kommen: weg vom Grübeln, weg vom ständigen Analysieren.
Gerade in belastenden Lebensphasen kann das sehr stabilisierend wirken und psychotherapeutische Prozesse unterstützen.
Beziehung und Grenzen spürbar machen
Hunde zeigen oft sehr ehrlich, ob ein Kontaktangebot stimmig ist. Sie reagieren auf Druck, Unsicherheit, Rückzug oder Überanpassung.
In der Psychotherapie kann das helfen, Themen wie:
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Grenzen setzen
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Nähe zulassen
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Kontrolle loslassen
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Selbstwert und innere Sicherheit
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„Ich darf Raum einnehmen“
nicht nur zu besprechen, sondern in der Sitzung erfahrbar zu machen.
Unterstützung bei Angst, Unsicherheit und Selbstvertrauen
Für viele Menschen entsteht im Kontakt mit einem Hund ein Gefühl von „Ich bin okay so wie ich bin“. Diese Erfahrung kann psychotherapeutisch wertvoll sein – besonders bei Scham, innerem Druck oder starker Selbstkritik.
Warum Huskies dafür besonders geeignet sein können
Viele Menschen verbinden Huskies vor allem mit Energie, Eigenständigkeit und „Charakter“. Genau diese Eigenschaften machen sie – richtig geführt und gut eingeschätzt – in der psychotherapeutischen Arbeit besonders spannend.
Huskies sind:
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präsent und fein in ihrer Wahrnehmung
Sie reagieren stark auf Körpersprache und Stimmung.
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sozial und gruppenorientiert
Als Rudeltiere sind sie sensibel für Dynamiken, Rollen und Beziehungsspannungen.
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eigenständig – und dadurch ehrlich
Ein Husky „funktioniert“ nicht auf Knopfdruck. Das macht Interaktion authentisch und eignet sich gut, um Themen wie Kontrolle, Erwartungen und Beziehungsmuster sichtbar zu machen.
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verspielt und lebendig
Viele Menschen erleben dadurch wieder Zugang zu Leichtigkeit, Freude und innerer Beweglichkeit – oft ein wichtiger Gegenpol zu Stress und innerem Druck.
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klar in Grenzen
Huskies kommunizieren meist deutlich. Für psychotherapeutische Prozesse kann das hilfreich sein, um eigene Grenzen, Unsicherheiten oder Überanpassung besser zu erkennen.
Gerade für Menschen, die sich selbst oft zurücknehmen oder stark leistungsorientiert sind, kann die Begegnung mit einem Husky eine wertvolle Erfahrung sein:
„Beziehung ist kein Funktionieren – Beziehung ist Kontakt.“
Für wen kann Psychotherapie mit Hund hilfreich sein?
Tiergestützte Interventionen können innerhalb der Psychotherapie besonders unterstützend sein, wenn Sie:
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sich häufig innerlich angespannt oder überfordert fühlen
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Schwierigkeiten mit Nähe oder Vertrauen erleben
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viel grübeln und schwer abschalten können
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unter Selbstkritik oder Perfektionismus leiden
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sich emotional „abgeschnitten“ fühlen
-
sich nach Stabilität, Erdung und Beziehung sehnen
Wann Hunde in der Psychotherapie nicht eingesetzt werden
So wertvoll Hunde sein können: Sie sind nicht für jede Person und nicht für jede Sitzung passend.
Nicht geeignet ist der Einsatz z.B. bei:
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starker Hundeangst
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Allergien
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ausgeprägter Abneigung oder Triggerreaktionen
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wenn psychotherapeutisch gerade klare Abgrenzung und Fokus nötig ist
Auch das ist wichtig: Sie entscheiden jederzeit, ob Sie das möchten.
Psychotherapie mit Hund ist ein Angebot – kein Muss.
Meine zwei Hunde – die „Experten“ in der Praxis
In meiner Praxis leben und arbeiten zwei Huskies, die mit ihrer jeweils eigenen Persönlichkeit psychotherapeutische Prozesse auf unterschiedliche Weise begleiten können.
Der Ruhepol
gelassen, beobachtend, kontaktorientiert, vorsichtig, sehr feinfühlig
Der Motivator
neugierig, lebendig, verspielt, sehr sozial, aktivierend, humorvoll
Beide sind gut integriert in den Praxisalltag und werden achtsam eingesetzt – mit klaren Regeln, Hygiene, Struktur und Rückzugsmöglichkeiten.

Was Patient:innen häufig berichten
Viele Menschen beschreiben nach Sitzungen mit Hund z.B.:
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„Ich konnte mich schneller beruhigen.“
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„Ich habe mich weniger bewertet gefühlt.“
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„Ich habe mich zum ersten Mal wirklich sicher gefühlt.“
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„Es war leichter, über Gefühle zu sprechen.“
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„Ich habe gemerkt, wie sehr ich mich sonst zurücknehme.“
Natürlich ist das individuell – aber genau diese Rückmeldungen zeigen, wie stark nonverbale Beziehungserfahrung psychotherapeutisch wirken kann.
FAQ
Ist Psychotherapie mit Hund dasselbe wie tiergestützte Psychotherapie?
Tiergestützte Interventionen können Teil psychotherapeutischer Arbeit sein. In meiner Praxis steht die Psychotherapie im Vordergrund – der Hund wird unterstützend eingesetzt, wenn es passend ist.
Muss der Hund immer dabei sein?
Nein. Der Einsatz erfolgt nur, wenn es sinnvoll ist und Sie sich damit wohl fühlen.
Kann ein Hund psychotherapeutische Prozesse wirklich unterstützen?
Ein Hund kann psychotherapeutische Prozesse begleiten – z.B. durch Stressreduktion, Beziehungserfahrung und emotionale Stabilisierung.
Was ist, wenn ich Angst vor Hunden habe?
Dann arbeiten wir selbstverständlich ohne Hund. Angst kann – wenn Sie das möchten – auch psychotherapeutisch bearbeitet werden.
Sind Huskies nicht zu wild für psychotherapeutische Arbeit?
Huskies sind lebendig und eigenständig – aber genau diese Eigenschaften können psychotherapeutisch wertvoll sein, wenn sie gut geführt, gut eingeschätzt und passend eingesetzt werden.
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